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14.10.2019 | Rhens

Der Rhenser Wald leidet unter dem Klimawandel

Der Klimawandel ist in aller Munde und leider geht es auch dem Rhenser Wald nicht gut. Hiervon konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Waldbegehung mit dem Förster Dieter Kaul am 31.08.2019 selbst überzeugen.
In dem Antoniuswäldchen kommen die Fichten mit der Klimaerwärmung nicht mehr zurecht. Es folgen nun auch schon vereinzelt die sonst so resistenten Buchen. Eine Waldverjüngung, in welcher Bäume, die dem trockenen Klima besser angepasst wären, auf natürlichem Wege wachsen können, ist derzeit kaum möglich. Grund hierfür ist der hohe Wildbestand, welcher die jungen Bäume schädigt. Um den Bäumen ein ungestörtes Aufwachsen zu ermöglichen, mussten in den vergangenen Jahren 36 km kosten- und wartungsintensiver Zaun im Wald gebaut werden. Doch auch in einem solchen Bereich können sich Bäume leider nicht ungestört entwickeln, da unter anderem die schnell wachsende Brombeere ganze Flächen überwuchert und das Wachstum von Jungbäumen verhindert.
Angeregt durch die Waldbegehung fanden sich schnell sechs freiwillige Männer, welche mittels Macheten den Brombeerhecken den Kampf ansagen wollten. Am 21.09.10 leitete Dieter Kaul das Arbeiten in einem umzäunten Bereich im Rhenser Wald an. Den Jungbäumen soll so ein Wachstum über eine kritische Höhe ermöglicht werden, ab welche diese von den Brombeeren nicht mehr überwuchert werden können.
Da dieses Treffen keine einmalige Aktion sein soll und der Rhenser Wald noch viele solcher Taten vertragen kann, um irgendwann hoffentlich wieder ohne Hilfe gesund wachsen zu können, möchten wir interessierte Rhenser ebenfalls hierzu motivieren.

Wer gerne bei einer solchen oder evtl. auch anderen lokalen Umweltaktionen teilnehmen möchte, kann sich gerne bei Manuel Sprenger (manuelsprengergmx.net) melden.

Raimund Bogler,
Stadtbürgermeister