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25.10.2019 | Rhens

Gemeinsam statt einsam

Am 21.10.2019 fand ein interessanter Vortrag zu dem Projekt „Wohnen für Hilfe“ im Alten Rathaus statt. Anne Dommershausen und Michaela Wolff vom Studierendenwerk Koblenz gaben Einblicke in das Projekt „Wohnen für Hilfe“, bei dem Studierende, die Wohnraum suchen, bei älteren Menschen einziehen. Hier hinter steht die Idee: Jung und Alt ergänzen sich! Senioren, die in großen Häusern leben und Zimmer in ausreichender Zahl zur Verfügung haben, bieten dies gegen Hilfen verschiedener Art an, jedoch nicht als Pflegeleistungen. Pro Quadratmeter Wohnraum, muss eine Stunde im Monat gearbeitet werden. Die Höchstzahl ist hier auf 25 Stunden/Monat festgelegt. Die Nebenkosten werden selbstverständlich gezahlt.
Ursula Müller aus Brey, welche sich, trotz anfänglicher Bedenken, auch für die Aufnahme eines jungen Mannes aus Syrien entschloss, erzählte ebenfalls ganz begeistert von ihrem Mitbewohner. Er sei fleißig, höflich und sehr hilfsbereit, sogar ihre Fenster habe er geputzt. Auch war ihr wichtig, dass sie in ihrem Hause nicht mehr allein lebe und sich nunmehr wieder sicher fühle und auch ihre Lebensfreude sei zurückgekehrt. Sie kann diese „Wohngemeinschaft“ nur empfehlen.
Dieses Projekt kann auch in einer Mietwohnung angeboten werden und ein „Probewohnen“ ist ebenfalls möglich.
Auch für alleinerziehende Personen und Familien ist dieses Projekt geeignet. Die Art der Arbeitsübernahme ist vielfältig und kann z.B. in Form von Hilfen im Haushalt, Übernahme von Gartenarbeit, Fahrten zum Einkaufen oder zum Arzt genauso wie Kinderbetreuung sein.

Auch hier in Rhens wurde schon eine Studentin aufgenommen und bis jetzt sind sich beide Bewohner einig, dass dies eine gute Entscheidung war!

Weitere Information gibt es zum Thema unter www.wohnen-fuer-hilfe.de oder unter der Telefonnummer 0261/9528981

Raimund Bogler, Stadtbürgermeister